Klima- und Naturschutz vor Ort

CO2 Neutralität

Klimaschutz geht uns alle an. Der Verbrauch fossiler Brennstoffen kommt nicht nur die Natur, sondern in naher Zukunft  auch jeden Haushalt teuer zu stehen. Mit den von der Bundesregierung beschlossenen CO2 Steuern werden die Öl- und Erdgaspreise in den kommenden Jahren erheblich steigen.

Es ist daher dringend an der Zeit, dass Schwentinental an seiner CO2 Neutralität arbeitet. Gut, dass für die Weiterarbeit am Klimaschutzkonzept  mittlerweile ein Klimaschutzmanager einstellt wurde. Die Stadt hat hierfür die besten Voraussetzungen:  Ansässige  Industrieunternehmen könnten mit der Abwärme ihrer Produktionsprozesse weite Teile der Stadt mit Nahwärme versorgen. Ein entsprechendes Leuchtturmprojekt hat die Firma E-nema mit der Wirtschaftsförderungsagentur gerade realisiert. Das benachbarte Gebäude der GTZ wird komplett über unterirdisch verlegte Leitungen mit industrieller Abwärme der Firma versorgt. Damit sind nur 20 % der Abwärme von E-nema verbraucht. Hier liegt also noch das Potential für eine deutlich größere Nahwärmeversorgung brach. Das ist umgehend zu ändern! Auch bei der Neuansiedlung von Industrieunternehmen sollte nach Möglichkeit eine Nahwärmeversorgung von Anfang an mit eingeplant werden.

Darüber hinaus bieten nicht nur die zahlreichen Gewerbedächer des Gewerbeparks, sondern auch die Schwentinentaler Wohnbebauung  noch viel Platz für die Nutzung von Sonnenenergie. Die Stadt könnte geeignete Flächen mittels eines Solar-Potential-Katasters ausfindig machen und durch Beratung  über Fördermöglichkeiten Anreize für die Installation  von Fotovoltaik-Anlagen setzen. 

Stadtplanung

Gründächer, Teiche und insektenfreundliche Gärten sind kleine Oasen, auf die unsere tierische Umwelt mittlerweile dringend angewiesen ist. Hier kann die Stadt beraten und bei eigenen Baumaßnahmen mit gutem Beispiel vorangehen.  Stadtplanung sollte immer ausreichend Biotope vorsehen. Grünflächen und tierisches Leben bestimmen zu einem großen Teil städtische Lebensqualität. Bei allen öffentlichen Bauten sollte die Stadt selbst vorbildlich auf wiederverwendbare Materialien und  alternative Energien für Heizung und Strom setzen.

Kampagnen

Natur- und Klimaschutz setzen immer ein entsprechendes Bewusstsein voraus. Die Stadt sollte daher in Kampagnen für den Schutz unserer gemeinsamen Lebensgrundlagen werben. Vorbilder finden sich hierfür in vielen bundesdeutschen und europäischen Städten ( z.B. fair-trade City, Plastik frei – wir sind dabei, Tübingen macht blau,  Halte Deine Stadt sauber).